Der Streit

von Marivaux
Premiere: 16. Dezember 2004, Theater Bonn


Eine unerwartete Perle im rheinischen Theaterkalender (...) geriet zum begeistert applaudierten Überraschungserfolg. (...) sehr nuanciert und erfrischend in Szene gesetzt (...) von glänzend agierenden jungen Darstellern mit frischer und unbändiger Spielfreude.

Eva Schäfers, Westfälischer Anzeiger


(...) Kaschig und sein inspiriertes Ensemble denken Marivaux konsequent zu Ende - mit sehr gegenwärtigen Mitteln. "Der Streit" ist hier kein geistreich-intimes Kammerspiel, sondern pralles Schauspieler-Theater mit Musik von den Rolling Stones: Rock`n`Roll statt Rokoko. (...)
Die Schauspieler schweben einige Ironie-Zentimeter über dem Text, nehmen die anatomische Entdeckerlust und Gefühlsverwirrungen zauberhaft leicht. Doch es dauert gar nicht lange, so ist der Mensch, bis erste Risse sichtbar werden und die Eifersucht ihr Haupt erhebt. Bukal und Ziolkowska liefern sich ein Diven-Duell in Gesine Kuhns Bühnen-Sandkasten. Sie setzen ein, was sie haben: gekünstelte Ballett-Posen, bänderdehnenden Spagat, Schreiexzesse, Hysterie, Tränen. Und ihre Brüste. (...)
Die Menschen, so schön sie hier auch sein mögen, tragen etwas Monströses in sich.
Matthias Kaschigs Inszenierung ist eine runde Sache. Diesen Namen wird man sich merken müssen.

Dietmar Kanthak, Bonner General-Anzeiger



Regie Matthias Kaschig, Bühne Gesine Kuhn, Kostüme Marc Weeger, Musik Michael Barfuß, Dramaturgie Sandra Hartung

Prinz, Mesrou Günther Alt, Hermiane, Carise Nicole Kersten, Eglè Patrycia Ziolkowska, Adine Verena Bukal, Azor Jonas Gruber, Mesrin Hendrik Richter