Ronja Räubertochter

von Astrid Lindgren
Premiere: 1. November 2007, Schauspiel Essen

Zum Donnerdrummel, ist das gut. Packend, witzig und effektvoll erzählt Matthias Kaschig von Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter". Bei der Premiere im Grillo-Theater waren die Kinder erst mucksmäuschenstill und dann völlig aus dem Häuschen. Donnernden Applaus gab es für den Regisseur, sein Team und ein glänzendes Ensemble. [...] Kaschigs Inszenierung hält sich eng an die Vorlage dieses pädagogischen Meisterstücks. Er konzentriert sich auf die Annäherung der Kinder, ihre Abenteuer im Wald und den Vater-Tochter-Konflikt. Unheimliche Momente wie die Auftritte der Wilddrude und der Graugnome fängt er geschickt auf mit komischen Figuren, mit Live-Musik (Tobias Vethake), Gesang, Tanz und flippigen Räuberklamotten (Kostüme: Michael Sieberock-Serafimowitsch).

WAZ, Dagmar Schwalm

Der Klassiker von Astrid Lindgren [...] lockte zur Premiere Allerheiligen gleich drei Generationen ins Grillo. Und die bejubelten mit Applaus und Fußgetrampel die gelungene Inszenierung von Matthias Kaschig. Das spielfreudige Ensemble entließ das Publikum erst nachdem es als Zugabe noch einmal das Räuber-Lied sang und tanzte; in einer Choreografie, die die Konkurrenz zu Video-Clips auf MTV nicht zu scheuen braucht. Mit dröhnender Live-Musik begann auch die kurzweilige Aufführung. Regisseur Kaschig lässt diese mit Happy End endende Variante der Romeo und Julia-Geschichte in knappen, schnell wechselnden Szenen spielen. Dabei hilft die Drehbühne, auf die Cordula Körber eine wunderbare Märchenwelt gesetzt hat: [...] Schöne Bilder und gezielt gesetzte Effekte laden zum Staunen ein, doch vor allem die Schauspieler sind es, die es verstehen, die dichte Dramaturgie mit Leben zu füllen. Besonders Barbara Hirt gibt als punkig gekleidete Räubertochter Ronja mit verfilzten Rasta-Zöpfen hinreißend die rotzfreche Göre, kann zickig, trotzig, aber auch beeindruckend einfühlsam sein. [...] Ein emotionales Theatererlebnis für die ganze Familie. Nicht verpassen!

Ruhr Nachrichten, Britta Helmbold


Im Grillo wird „Ronja Räubertochter" dank einer hervorragenden Mannschaftsleistung witzig und spannend auf die Bühne gebracht. Die Vorstellung beginnt, wie es sich für eine richtige Astrid-Lindgren-Räubergeschichte gehört, mit einem Knall. Dann zischt's und donnert's, „Ronja Räubertochter" wird in einer Gewitternacht geboren. Enden wird die Premiere im Grillo Theater - ebenfalls passenderweise - mit tosendem Applaus, mit Jauchzen, mit Kreischen, mit Trampeln. Dazwischen sehen wir Ronja (die ganz wunderbar sanft und wild von Barbara Hirt gespielt wird) eine Menge Abenteuer bestehen, sehen sie mit ihrem Freund Birk (den Lukas Graser munter jungenhaft gibt) im Wald in einem Zelt hausen, sehen sie mit ihrem Vater (kraftvoll-herzlich: Werner Strenger) streiten und wieder versöhnen.

NRZ, Christof Wolf



Regie Matthias Kaschig, Bühne Cordula Körber, Kostüme Michael Sieberock-Serafimowitsch, Musik Tobias Vethake, Dramaturgie Sabine Reich

Ronja Barbara Hirt, Mattis Walter Strenger, Lovis, Rumpelfrau Anuk Ens, BirkLukas Graser, Borka, Wilddrude Stephan Ullrich, Undis Erika Taplick, Glatzen-Per, Rumpelmann Rezo Tschchikwischwili, Klein-Klipp, Rumpeljunge Jost Grix, Palle (Musiker) Gregor Schwellenbach, Pille (Musik) Norbert Krämer