Romulus der Große
von Friedrich Dürrenmatt
Premiere: 23. Januar 2016, Deutsches Theater Göttingen

»Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können. Mitten in der Dauerkrise der europäischen Politik bringt Matthias Kaschig "Romulus der Große" auf die Bühne des Deutschen Theaters in Göttingen. Seine Inszenierung zeigt auf erfrischende Weise die gesamte Tiefe in Dürrenmatts Groteske um den letzten Kaiser Roms. Es gab viel zu lachen, das Publikum zeigte sich bei der Premiere am Samstag begeistert … Die tragischen Momente sind das Schönste an dieser Groteske … Kaschig stellt noch einige andere Fragen. Beantworten darf sie das Publikum selbst. Es darf sich aber auch einfach an Wortgefechten, Klamauk und absurden Szenerien freuen. Damit gehört >Romulus der Große? zu den Höhepunkten der aktuellen Theatersaison.«
Thomas Kügler, Harzkurier

»Mit lang anhaltendem Applaus honorierte das Premierenpublikum im Deutschen Theater Göttingen eine teils recht komödiantische, sehr gelungene Inszenierung von Friedrich Dürrenmatts Parabel >Romulus der Große? … Matthias Kaschig und Sonja Bachmann (Regie, Dramaturgie) haben das Stück mit entlarvendem Humor umgesetzt, und spielen zur Erheiterung der Zuschauer mit der Tücke von Vorurteilen und Klischees … Die Inszenierung geht vom komödiantisch geprägten ersten Teil in ernstere Töne über, als die Hintergründe für Romulus’ seltsames Verhalten klar werden. Überzeugend, wie Zinck die vorgetäuschte Weltfremdheit in seiner Mimik verliert und eine moralisch-ernsthafte Note dazugewinnt. Eine gelungene Aufführung mit Wiedererkennungswert.«
Carmen Barann, HNA

Wem die aktuelle politische Situation zusetzt, und wer einmal einen Perspektivenwechsel zum Thema Flüchtlingspolitik braucht, um die Lage einzuschätzen, sollte sich "Romulus" nicht entgehen lassen.

Vincent Lübbe, Blick

Ritt auf der Rasierklinge
»Gerd Zinck in der Rolle des Romulus legt einen tollen Ritt auf der Rasierklinge hin. Charismatisch und mit leichter Hand zieht er die Fäden. Und das Ensemble um ihn herum begleitet ihn mit viel Fingerspitzengefühl auf diesem schmalen Grat zwischen Tragik und Komik … Bardo Böhlefeld (mit Augenzwinkern sehr selbstbewusst) gibt als Germanenfürst Odoaker einen Gegner auf Augenhöhe … Für die Inszenierung gab es lang anhaltenden Applaus.«
Karola Hoffmann, Göttinger Tageblatt

Regie Matthias Kaschig, Bühne Michael Böhler, Kostüm Stefanie Klie, Musik Tobias Vethake, Dramaturgie Sonja Bachmann

Romulus Gerd Zinck, Julia Angelika Fornell. Rea, Pyramus Dorothea Lata. Zeno Nikolaus Kühn, Ämilian, Mares Lutz Gebhardt, Tullius Rotundus, Theoderich Andreas Jeßing, Odoaker, Achilles Bardo Böhlefeld, Apollyon, Kunsthändler, Cäsar Rupf Ronny Thalmeyer, Spurius Titus Mamma Gabriel von Berlepsch