Das Münchhausen-Syndrom

von Matthias Kaschig
Premiere: 23. Mai 2004, Landestheater Linz


Ein wundersamer Theaterabend. (...) Man konnte lachen, staunen, sich wundern und bekam auch Stoff zum Nachdenken. 80 unterhaltsame Minuten mit tollem Ensemble.

C. Tröster, Kronen-Zeitung


(...) Matthias Kaschig hat aus den vorhandenden Literaturvorgaben eine geschickt montierte Collage gemacht, lässt als Regisseur die drei Herren abwechselnd ihre Geschichten, die das Leben garantiert nicht schrieb, erzählen - und spielen. Alexander Swoboda, Martin Müller-Reisinger und Roger Ditter erweisen sich als Komödianten im höchst vergnüglichen Komik-Stile der Monty Pythons, gehen mit gespieltem Ernst die amüsante und lachhafte Sache an. Inszenatorisch bestens gelöst sind u.a. der Ritt auf der Kanonenkugel oder der Kampf mit der tollwütigen Jacke. Da zeigt sich, dass mit großen Ideen scheinbare Kleinigkeiten zu Besonderheiten werden.
Im sparsam ausgestatteten Bühnenbild von Marc Weeger zählt die Erzählung, nicht das Dekor. Die Kostümierung ist nur Andeutung: Alle drei haben einen Teil des zerfetzten Rockes des Herrn Baron an, sind somit die symbolisierte Dreieinigkeit des Lügenbarons.
Ein gelungener Einfall ist, die Lügengeschichten mit der unglücklichen Liebesgeschichte Bürgers zu verknüpfen: die von ihm verehrte Elise (Darina Dujmic) gleichsam als Außenseiterin, die aus der Geschichte gehüpft ist,via TV-Monitor einzuspielen. Diese zweite Spielebene ist jene, in der auch Baron Münchhausen aussteigen möchte aus den Fantastereien, die ihm angedichtet wurden. Weniger schlüssig hingegen ist die dritte Spielebene: Die unglückliche Liebschaft zwischen Bürger und Elise passt nicht so recht zum ansonsten so witzig-verlogenen Rundherum.

Silvia Nagel, OÖNachrichten



Regie Matthias Kaschig, Bühne und Kostüm Marc Weeger, Dramaturgie Albrecht Simons von Bockum Dolffs

Seite 5-8, Sie Darinia Dujmic, A; Kapitel 3 Alexander Swoboda, B; 1. Korrektor; Er Martin Müller-Reisinger, C; 2. Korrektor; Buchhändler; Graf H Roger Ditter