Der Entenfreund

von Gerhard Meister
Premiere (UA) 21. Januar 2006, Theater Osnabrück

(...) Ein wunderbar unbequemes Stück Theater, verstörend und voller Belang.

Anne Diekhoff, Neue Westfälische


(...) Eine Totschläger-Gesellschaft zeichnet Regisseur Kaschig und greift mit viel Spielwitz und Gewinn zur größtmöglichen Drastik, damit die so niederschmetternden wie scharfsichtigen Beobachtungen des 39-jährigen Schweizer Autors Gerhard Meister auch jeder versteht. (...)
Der lauten, aggressiven Groteske in Osnabrück sind leisere, nachdenkliche Textpartien geopfert worden - ohne große Verluste und absolut plausibel. Denn zu dieser temporeichen und geharnischten, von den Schauspielern mit Haut und Haaren lustvoll mitgetragenen Abrechnung passt die Symbolik verkürzter Szenen wie der Strick um den Hals und das Sich-Übergeben besser als szenischer Feinsinn.
Doch wäre beim Nachspielen des Stückes eine Lesart denkbar, die sich den sprachlich-analytischen Aberwitz Meisters genüsslicher auf der Zunge zergehen lässt als Osnabrück. Entgehen lassen sollten sich andere Bühnen die exzellente Zustandsbeschreibung unserer Gegenwart jedoch nicht. Osnabrück hat dafür eine energiestrotzende, packende, vom Publikum allerdings eher verhalten aufgenommene Vorlage gegeben.

Christine Adam, Neue Osnabrücker Zeitung



Regie Matthias Kaschig, Bühne und Kostüme Michael Böhler, Musik Tobias Vethake, Dramaturgie Tobias Vogt

Jugendfreund Dietmar Nieder, Ehefrau Nicole Averkamp, Vorgesetzter Steffen Gangloff, Nachfolgerin Anjorka Stechel, Frau aus der Firma Katharina Quast, Nachbar Johannes Bussler